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Sehenswürdigkeiten in Kalkar |
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Sehenswürdigkeiten in KalkarÜbersicht Gotischer Stadtkern KalkarKalkar wurde 1230 von Graf Derik V. von Kleve gegründet. Er nutzte ein versandeten Rheinarm. 1242 erhielt Kalkar die Stadtrechte. Der alte Grundriss der Stadt ist beibehalten worden. Das kann man erkennen, wenn man sie mit einem Stich von Braun-Hogenberg von 1575 vergleicht. Zum historischen Ortskern gehört natürlich der Marktplatz mit seinem Rathaus aus dem Jahre 1445. Die spätmittelalterlichen Treppengiebelhäuser an der Ostseite des Marktes, das Ulft´sche Haus aus dem 15. Jahrhundert, das Marienstift an der ehemaligen Zitadelle, die historischen Häuser an der Grabenstraße, Hanselaer Straße, das städtische Museum und Archiv und die Lohwindmühle am Hanselaer Tor zeugen ebenfalls von der historisch wertvollen Gesichte der Stadt. Das Ulft´sche Haus ist ein Backsteinbau aus dem 15. Jahrhundert und ist mit gotischen Fresken und bemalter Eichenholzdecke verziert. Die Lohwindmühle am Hanselaer Tor stammt aus dem Jahr 1770 und ist aus dem Baumaterial eines Stadttores entstanden. Aber es gibt noch mehr historische Häuser in der Stadt. Das Haus der sieben Linden stammt aus dem 18. Jahrhundert. Daneben ist ein jüdischer Friedhof mit mehr als 60 Gräbern neben dem Krankenhaus. Ein weiteres Barockhaus befindet sich am Gerd-Janssen-Platz. Die Besonderheit daran ist, dass es eine Jugendstilfassade hat. Im Taubenturm befindet sich das ehemalige Stadtgefängnis. Ein Renaissancebau aus dem Jahre 1550 mit bemalten Holzdecken ist der Beginenhof. Höhepunkte einer Stadtbesichtigung sind auch die Kirchen St. Nikolai und die evangelische Kirche aus dem Jahre 1697. St. Nikolai besitzt 9 Schnitzaltären. Der Hochaltar wurde vom Meister Arnt von Zwolle begonnen und von Meister Ladewich fortgeführt. Es ist ein kunsthistorisches Prachtstück. Der Mittelteil des Altars zeigt die Leidensgeschichte Christis. Jan Joest von Kalkar hat die Gemälde an den Flügeln erschaffen. Im Hintergrund eines der Bilder sieht man den Marktplatz und das Rathaus, so wie sie heute auch noch zu sehen sind. Fischerdorf GriethWer Kalkar besucht, kommt um das Fischerdorf Grieth nicht vorbei. Es liegt direkt am Rhein. Die Rheinprommenade, der Deich und der Stadtwall sind hier besonders sehenswert. Der Stadtwall war früher die Ringmauer. Sie konnte abends verriegelt werden. Das war die Voraussetzung dafür, das die Stadt die Stadtrechte erhält. Bis ins 20. Jahrhundert hinein war der Rhein ein Mittel um Wohlstand zu erreichen. Hier boten sich Erwerbsmöglichkeiten durch die Schifffahrt, Handel und Fischerei. Gefahr bestand jedoch durch das regelmäßige Hochwasser. Am Ortseingang befindet sich das Haus Grieth. Es ist ein Gebäude des Amtmannes von Grieth und Wissel. Er stammt aus dem Jahr 1371. Zuletzt gehörte er der Familie Lieven. Es ist ein burgenähnlicher Bau. Heute ist hier ein Rehabilitationszentrum beheimatet. Die Töpferwerkstatt liegt hinter dem Haus Grieth und hat sehr interessante Angebote. Direkt am Rhein befindet sich der Schiffsmast. Es ist das Wahrzeichen des Fischerdörfchens. Er steht auf der Dammkrone. Das Fischerdorf Grieth hat ca. 800 Einwohner. Schon im Jahre 1250 wurde der Ort gegründet. Er hat im Laufe seiner Geschichte mit vielen Überschwemmungen durch den Rhein kämpfen müssen. Das Leben der Einwohner wird von der Schifffahrt, Fischerei und Treidelei bestimmt. Treidelei war früher die Station, wo die Pferde gewechselt wurden. Heute gibt es in dem Dorf noch 2 Schiffsbetreiber. Die gotische Pfarrkirche St. Peter und Paul ist bei einem Besuch in dem Fischerdorf auf jeden Fall einen Besuch wert. Die Basilika hat wunderbare Tafelbilder und eine Magistratsbank, eine Wandkonsole mit Narrenmaske und viele Statuen. Es gibt am Niederrhein keine andere Kirche, die so nah am Rhein steht. Hinter der Kirche ist die Klön-Ecke der älteren Fischer. Wer hier den alten Fischern zuhört, erfährt so manche wunderbare Anekdote aus alten Zeiten. In den schmalen Gassen des Ortes entdeckt der Besucher alte Häuser, Rundbogentore und Eingänge zu den Pferdeställen. Der Marktplatz hat sich seit der Mittelalterzeit nicht verändert. | |
Zahlen & Fakten:
Stadtname:
Kalkar
Bundesland:
Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk:
Düsseldorf
Landkreis:
Kleve
Höhe:
14 m ü. NN
Fläche:
88,23 km²
Einwohner:
13.950
Autokennzeichen:
KLE
Vorwahl:
0 28 24
Gemeinde-
schlüssel:
05 1 54 024
